Henri Matisse

Der französische Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer Henri Matisse wird am 31. Dezember 1869 in Le Cateau-Cambrésis geboren. Matisse entscheidet sich, gegen den Wunsch seines Vaters, nach dem Abschluss am humanistischen Henri-Martin-Gymnasium in Saint-Quentin für ein Studium der Rechtswissenschaften. Zwei Jahre lang studiert er in Paris.

Neben seiner Anwaltsgehilfentätigkeit lernt er an der École Quentin de la Cour das Zeichnen. 1890 fängt Matisse schließlich an zu Malen, hängt seinen Beruf als Jurist an den Nagel und wird Schüler der Académie Julian in Paris, wo er sich auf die Aufnahmeprüfung für die École des Beaux-Arts vorbereiten möchte, was ihm beim ersten Versuch nicht gelingt.

An der École des Beaux-Arts wird er, nachdem er schließlich aufgenommen wurde, von Gustave Moreau unterrichtet.

1894 schenkt ihm sein Modell Camille Joblaud eine Tochter namens Marguerite.

Vier Jahre später heiratet Henri Matisse Amélie Noellie Parayre mit der er die Flitterwochen in London verbringt um dort das Werk von William Turner zu studieren. Amélie bekommt zwei Söhne von Matisse und nimmt seine Tochter aus der vorigen Beziehung in die Familie auf.

In der Krisenzeit, in der sich die Familie Matisse kaum über Wasser halten kann verdient Henri Geld als Dekorationsmaler dazu und die Kinder werden zu den Großeltern gegeben.

1905 prägt Matisse mit anderen Künstlern zusammen den Begriff ‚Fauvismus‘, der den Stil der Henri Matisse Gemälde beschreibt und übersetzt so etwas wie „Der Stil der wilden Tiere“ bedeutet. Die Gemälde erregten negatives Aufsehen und brachte Matisse einen Skandalerfolg, der die Preise seiner Bilder in die Höhe schießen ließ.

Oft reist Matisse in der Folgezeit ins Ausland um seine Werke auszustellen. Die Trennung von seiner Frau folgt 1940. Eine schwere Erkrankung, von der er sich nicht mehr erholen kann ereilt ihn ein Jahr später.

Am 2. November 1954 stirbt Henry Benoit Matisse mit 84 Jahren in Nizza.

Farbe wird in Henry Matisse Gemälden zu einem eigenständigen Charakter erhoben. Der Gegenstand ist im Fauvismus wichtiger als der Raum dazwischen. Matisse abstrahiert nicht vollständig und gehört somit zu den modernen Künstlern wie Picasso, die die völlige Abstraktion als Imitation der Abstraktion sehen.

Wichtige Henry Matisse Gemälde

Blauer Akt, 1907, zeigt eine nackte, bläuliche Frauengestalt in der Natur.

Der Tanz, 1909, bildet fünf tanzende, nackte Menschen ab, die sich an den Händen halten.

Das rote Atelier,1911, befindet sich im Museum of Modern Art in New York.

Der Traum, 1940, ist in Privatbesitz und zeigt eine schlafende Person, deren weißes Hemd große Teile des Gemäldes
einnimmt.

Ikarus, , zeigt einen schwarzen Umriss einer Person mit einem roten Punkt auf dem Herzen, auf blauem Himmel zwischen gelben Sternen.