Experimentelle Fotografie

Wer Fotografie als Kunstform liebt und gerne alles mögliche ausprobiert um sich von unerwarteten Effekten überraschen zu lassen, der wird sicherlich in seinem Fotografendasein mal eine Zeit lang mit einer Kamera Obscura spielen.

In so einer Phase befinde ich mich zur Zeit. In meinem Design-Studim war sowas im Fotobereich auch schon mal Thema gewesen. Leider hatte ich das Camera Obscura Modell von damals jetzt nicht mehr, konnte mich aber noch gut daran erinnern, wie man eine baut. Für alle, die sowas schnell nachmachen wollen:
Man braucht ein Gehäuse mit Dunkelkammer innen. Also z.B. eine Pappschachtel oder eine Dose. An der Frontwand dieser Schachtel oder Zelle muss ein kleines wiederverschließbares Loch sein. Sehr klein – unter 1 mm Durchmesser. Sowas kann man aber ausprobieren. Zur Abbildungsgeomatrie der Lochkamera empfehle ich genauer auch die Beschreibung im Web-Lexikon zu lesen: Lochkamera. Auf der Rückseite im Innenraum, gegenüber vom kleinen Loch, muss man dann einen Film oder ein Photopapier einsetzen. Das natürlich im völlig Dunklen, ist ja klar. Das Tolle an der Spielerei mit einer Kamera Obscura ist, das absolut undefinierbare tolle Formen entstehen können. Wenn man z.B. Pflanzen als Nahaufnahmen fotografiert, können wunderbar abstrakte Formen entstehen, teilweise auch im Zusammenspiel mit noch erkennbaren Pflanzenteilen. Ich wollte meine letzten Bilder noch leicht Nachbearbreiten, nachdem ich sie eingescannt habe. Sobald ich eines besonder gelungen finde, poste ich es hier mit rein. Ich empfehle aber wirklich mal jedem, der mit Fotografie und Gestaltung zu tun hat, dass er mal mit einer CO spielen sollte.